Fit werden vor der Operation
PhysioWelt bereitet Sie mit gezielter Prähabilitation auf Ihre geplante Operation vor: stärker, beweglicher, schneller in der Reha.
- Anerkannt von den Krankenkassen (Grundversicherung OKP und Zusatzversicherungen)
- Hausbesuche im Raum Zürich (Domizilbehandlung nach Absprache)

Präoperative Physiotherapie in Schlieren: Vorbereitung auf Ihre OP
Wer vor einer geplanten Operation steht, denkt meistens schon an die Zeit danach. Doch der Schlüssel für eine schnelle und erfolgreiche Rehabilitation liegt oft vor dem Eingriff: Mit der präoperativen Physiotherapie, auch Prähabilitation genannt, bereiten Sie Ihren Körper optimal auf die bevorstehende Belastung vor. Durch gezielten Kraftaufbau und Mobilitätstraining minimieren Sie den postoperativen Muskelverlust und verkürzen Ihre Genesungszeit spürbar. Nutzen Sie die Zeit vor dem OP-Termin und legen Sie bei PhysioWelt das Fundament für Ihre Rückkehr in einen schmerzfreien Alltag.
Was ist präoperative Physiotherapie?
Präoperative Physiotherapie ist ein strukturiertes Trainings- und Behandlungsprogramm in den Wochen vor einer geplanten Operation. Ziel ist es, Kraft, Beweglichkeit und Kondition gezielt aufzubauen, damit Sie in einer besseren Ausgangslage in den Eingriff gehen und die Rehabilitation danach effizienter verläuft. Der klinische Fachbegriff dafür ist Prähabilitation.
Prähabilitation ist nicht dasselbe wie präoperative Pflege. Pflege bezeichnet die medizinisch-pflegerische Betreuung rund um die OP. Prähabilitation ist gezieltes Training: Kräftigung der gelenkumgreifenden Muskulatur, Beweglichkeitsaufbau, Gangschulung, Schulung der postoperativen Verhaltensregeln.
Präoperative Physiotherapie ist das Gegenstück zur Postoperativen Physiotherapie. Beide gehören zusammen: Der präoperative Block schafft die Ausgangslage, der postoperative Block baut darauf auf. In der Regel läuft die Behandlung über die Grundversicherung (OKP), wenn die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Verordnung für Physiotherapie ausstellt. Eine Variante für Selbstzahler ist möglich, wenn kein OKP-Weg gewählt wird.
Für wen ist präoperative Physiotherapie geeignet?
Prähabilitation ist nicht bei jeder Operation gleich relevant. Sie bringt am meisten, wenn der Eingriff geplant ist und ein paar Wochen Vorlauf möglich sind. Häufige Einstiegspunkte: ein geplanter Gelenkersatz an Knie, Hüfte oder Schulter, eine geplante Wirbelsäulenoperation oder eine geplante Kreuzband-Rekonstruktion nach einer Sportverletzung. Der gemeinsame Nenner ist ein klares Zeitfenster vor der OP, eine ärztliche Verordnung und ein definiertes postoperatives Ziel, von dem aus rückwärts geplant wird.

Vor einer Knieoperation
Die präoperative Physiotherapie vor einer Knieoperation setzt gezielt an, bevor das Kniegelenk operativ versorgt wird. Durch ein strukturiertes Training bauen wir die Muskulatur rund um das Knie nachhaltig auf und verbessern die Beweglichkeit des Gelenks spürbar. Dieser Ansatz der Prähabilitation ist besonders wertvoll für Patientinnen und Patienten, bei denen vor dem Eingriff bereits ein Kraftdefizit, ein Streckdefizit oder ein Hinkmuster besteht. Er eignet sich ideal als Vorbereitung auf eine geplante Kreuzband-Rekonstruktion nach einer Sportverletzung, bei fortgeschrittener Kniearthrose (Gonarthrose) vor dem Einsatz einer Kniegelenks-Totalprothese (Knie-TEP) sowie vor einer Meniskusrefixation.
Das gesamte Programm und die präzise Belastungssteuerung werden dabei exakt auf Ihr individuelles Operationsdatum sowie auf das Reha-Protokoll des operierenden Arztes abgestimmt, um Ihnen den bestmöglichen Start in die postoperative Rehabilitation zu sichern.
Vor einer Hüftoperation
Die präoperative Physiotherapie vor dem Einsatz einer Hüft-Totalprothese (THP) zielt darauf ab, die hüftumgreifende Muskulatur gezielt zu stärken, Ihr Gangbild nachhaltig zu schulen und Sie optimal auf die postoperativen Bewegungsregeln vorzubereiten. Diese Form der Prähabilitation eignet sich ideal für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Hüftarthrose (Coxarthrose) und einer geplanten Hüftprothese. Besonders wertvoll ist das Training, wenn starke Schmerzen das Gehen über Wochen oder Monate hinweg eingeschränkt haben und sekundär ein deutlicher Kraftverlust der Gesäss- und Oberschenkelmuskulatur entstanden ist.
Vor einer Schulteroperation
Die präoperative Physiotherapie vor einer Schulteroperation arbeitet gezielt an Ihrer Beweglichkeit, der Schulterblatt-Kontrolle und dem Erhalt der Restkraft, bevor die Schulter operativ versorgt wird. Diese Form der Prähabilitation eignet sich hervorragend vor einem geplanten Schultergelenkersatz bei fortgeschrittener Schulterarthrose (Omarthrose) oder einer Rotatorenmanschetten-Massenruptur sowie vor einer Sehnennaht bei einer degenerativen Rotatorenmanschettenruptur. Besonders sinnvoll ist das Training, wenn bereits vor dem Eingriff eine eingeschränkte Beweglichkeit, Schonhaltungen oder eine geschwächte Schulterblatt-Stabilisation bestehen.
Unsere physiotherapeutische Behandlung in Schlieren umfasst sanfte Beweglichkeitsübungen im absolut schmerzfreien Bereich sowie ein gezieltes Training zur Schulterblatt-Stabilisation. Zudem kräftigen wir schonend die noch intakten Anteile Ihrer Rotatorenmanschette. Wir bereiten Sie auf die postoperative Ruhigstellung vor und üben gemeinsam die wichtigen Eigenübungen für die ersten Wochen nach der Operation, damit Sie von Anfang an sicher und optimal betreut in die Heilungsphase starten können.
Vor einer Wirbelsäulenoperation
Die präoperative Physiotherapie vor einer Wirbelsäulenoperation (LWS- oder HWS-Eingriff) bereitet die rumpfstabilisierende Muskulatur, Ihre Atmung und Ihr alltägliches Bewegungsverhalten gezielt auf den bevorstehenden Eingriff vor. Diese Prähabilitation ist ideal vor einer geplanten Bandscheibenoperation, einer Wirbelsäulenversteifung (Spondylodese) der Lenden- oder Halswirbelsäule sowie bei der operativen Versorgung einer Spinalkanalstenose. Der frühzeitige Aufbau ist besonders wertvoll, wenn länger anhaltende Rückenschmerzen im Vorfeld bereits zu einer ausgeprägten Schonhaltung und einer Schwächung der stützenden Muskelstrukturen geführt haben.
In unserer Praxis konzentriert sich die Behandlung auf die gezielte Kräftigung der tiefen Rumpfmuskulatur, um der Wirbelsäule die nötige Stabilität zu verleihen. Ein begleitendes Schmerzmanagement und die ausführliche Schulung aller wichtigen Verhaltensregeln für die ersten Wochen nach der Operation runden das Programm ab, damit Sie dem Eingriff mit maximaler Sicherheit entgegensehen können.
Vor weiteren orthopädischen Eingriffen (Sprunggelenk, Ellenbogen, Hand, Fuss)
Die präoperative Physiotherapie vor weiteren orthopädischen Eingriffen an Sprunggelenk, Ellenbogen, Hand oder Fuss optimiert gezielt die Beweglichkeit, Kraft und Funktion des betroffenen Gelenks oder Gewebes und bereitet Sie umfassend auf den postoperativen Verlauf vor. Diese Form der Prähabilitation ist ideal vor einer geplanten Sprunggelenks-Operation (wie bei einem osteochondralen Defekt oder einem instabilen Sprunggelenk), vor Eingriffen an Ellenbogen- und Handgelenk (beispielsweise bei einer elektiven Versorgung einer distalen Radiusfraktur oder einer Dupuytren-Operation) sowie vor Fuss-Operationen wie einer Hallux-valgus-Korrektur.
Unsere physiotherapeutische Behandlung in Schlieren wird exakt lokal an das betroffene Gelenk angepasst und kombiniert gezielte Beweglichkeits- mit Kräftigungsübungen. Darüber hinaus umfasst die Therapie die genaue Schulung aller postoperativen Belastungsregeln und das gemeinsame Einüben von ersten Bewegungsmustern für die Anfangsphase nach dem Eingriff, damit Sie der Operation beruhigt und bestens vorbereitet entgegensehen können.
Typische Ziele der Prähabilitation
Prähabilitation verfolgt klare, individuell abgestimmte Ziele, die mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Der Plan richtet sich nach Eingriff, Ausgangslage und persönlicher Situation.
- Kraftaufbau vor dem Eingriff: Gezielter Aufbau der gelenkumgreifenden Muskulatur, sodass das Gelenk auch nach der Ruhigstellung über mehr Reserve verfügt.
- Beweglichkeit erhalten oder verbessern: Maximierung des aktiven Bewegungsumfangs vor der OP, was die Ausgangslage für die postoperative Mobilisation verbessert.
- Atemtherapie und Kondition: Vorbereitung auf längere Liegezeiten, Narkose und postoperative Erholung. Besonders relevant vor grösseren orthopädischen Eingriffen.
- Schulung der postoperativen Verhaltensregeln: Belastungsverbote, Drehbewegungen, Umgang mit Gehhilfen und Schienen werden vor der OP eingeübt, nicht erst auf der Station.
- Mentale Vorbereitung und Erwartungsklärung: Realistische Einordnung der Reha-Dauer, klare Zwischenziele und ein nachvollziehbarer Plan reduzieren die Unsicherheit rund um den Eingriff.
Wann sollten Sie zuerst eine ärztliche Rücksprache halten?
Präoperative Physiotherapie findet immer in Abstimmung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt statt. Bestimmte Konstellationen erfordern zuerst eine ärztliche Abklärung, bevor das Training startet.
Bitte sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn:
- Sie akute, ungeklärte Schmerzen oder eine plötzliche Verschlechterung der Beschwerden vor dem geplanten Eingriff bemerken
- Sie an unkontrolliertem Bluthochdruck oder einer bekannten Herz- oder Kreislauferkrankung leiden, ohne aktuelle Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt
- Sie Fieber, eine aktive Entzündung oder eine Infektion im Bereich des geplanten Eingriffs haben
- eine akute Thrombose oder eine bekannte Gerinnungsstörung vorliegt und keine ärztliche Freigabe für aktives Training erteilt wurde
- Sie ungeklärte Schwindelgefühle, Ohnmachtsanfälle oder neurologische Symptome erleben
Sobald die ärztliche Freigabe vorliegt, planen wir gemeinsam ein sicheres und gezieltes Programm bis zum Operationstermin.
Unser Vorgehen in der präoperativen Physiotherapie
Kein Programm bei PhysioWelt beginnt mit einer Vorlage. Jede Vorbereitung startet mit einer gründlichen Einschätzung Ihrer Ausgangslage und Ihres Operationsplans. Von dort aus wird der Plan aufgebaut: progressiv, dokumentiert, eng mit dem operierenden Arzt abgestimmt.

- Erstgespräch und Anamnese: Die erste Einheit beginnt mit einer gründlichen Anamnese: Operationsindikation, geplantes OP-Datum, Vorerkrankungen, aktuelle Beschwerden, persönliche Ziele.
- Abstimmung mit dem operierenden Arzt: Wir richten das Programm am Reha-Protokoll der Operateurin oder des Operateurs aus, damit das präoperative Training direkt in die postoperative Reha übergeht.
- Individueller Trainingsplan mit Belastungssteuerung: Auf Basis des Erstgesprächs erstellen wir einen Plan mit klaren Etappenzielen bis zum Operationstermin. Volumen und Intensität werden kontrolliert gesteigert.
- Schulung der postoperativen Phase: Belastungsregeln, Gehhilfen, Eigenübungen und Verhaltensregeln werden vor der OP eingeübt. So sind Sie am Tag nach dem Eingriff vorbereitet.
Medizinische Verantwortung

Geprüft von: Pieter Hovenga, Physiotherapeut BSc, Praxisleiter.
Schwerpunkte: orthopädische Physiotherapie, pre- und postoperative Rehabilitation, Medizinische Trainingstherapie, Sportphysiotherapie. Mehr zu Pieter und dem ganzen Team auf der Teamseite.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wann sollte ich mit der präoperativen Physiotherapie beginnen?
Idealerweise vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Eingriff. Für grössere Operationen wie eine Knie- oder Hüft-Totalprothese kann auch ein längerer Vorlauf von acht bis zwölf Wochen sinnvoll sein, wenn vor der OP bereits ein deutliches Kraftdefizit besteht. Sobald das Operationsdatum steht und die ärztliche Freigabe vorliegt, ist ein Erstgespräch sinnvoll, damit wir den Plan auf das Datum ausrichten können.
2. Übernimmt die Krankenkasse die präoperative Physiotherapie?
Präoperative Physiotherapie wird in der Regel über die Grundversicherung (OKP) abgerechnet, wenn die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Verordnung für Physiotherapie ausstellt. Manche Krankenkassen handhaben die präoperative Phase unterschiedlich; im Zweifel empfehlen wir, die Verordnung und die geplante Anzahl von Sitzungen vorab mit der Kasse abzustimmen. Eine selbstzahlende Lösung ist möglich, wenn kein OKP-Weg gewählt wird.
3. Brauche ich eine ärztliche Verordnung für Prähabilitation?
Für die Abrechnung über die Grundversicherung ja. Die ärztliche Verordnung ist die Grundlage. Sie können das Training auch ohne Verordnung als selbstzahlende Leistung starten. Sinnvoll ist in jedem Fall die Abstimmung mit der operierenden Ärztin oder dem operierenden Arzt, damit das Programm zum Reha-Protokoll passt.
4. Wie viele Einheiten Prähabilitation sind sinnvoll vor einer Operation?
Das hängt stark vom Eingriff und der Ausgangslage ab. Für eine geplante Knie- oder Hüft-Totalprothese sind oft sechs bis zehn Einheiten in den Wochen vor der OP üblich. Für eine Kreuzband-Rekonstruktion bei jungen Sportler:innen kann es ein längerer, sportspezifischer Block sein. Im Erstgespräch geben wir eine realistische Empfehlung und stimmen die Anzahl mit der Verordnung ab.
5. Verkürzt Prähabilitation wirklich die Reha-Zeit nach der OP?
Studien zu Knie- und Hüftgelenkersatz weisen darauf hin, dass eine gezielte präoperative Vorbereitung die postoperative Mobilisation und die Kraftrückkehr verbessern kann. Wie deutlich der Effekt ist, hängt vom Eingriff, von der Ausgangslage und vom postoperativen Programm ab. Garantieren lässt sich eine bestimmte Reha-Dauer nicht. Die wichtigste Wirkung der Prähabilitation ist die bessere Ausgangslage: stärkere Muskulatur, klarere Bewegungsabläufe und ein eingeübtes postoperatives Verhalten.
6. Ist präoperative Physiotherapie auch bei einer kleineren oder ambulanten Operation sinnvoll?
Bei kleineren ambulanten Eingriffen wie einer Arthroskopie ohne Rekonstruktion ist eine kurze Prähabilitation oft nicht zwingend. Sie kann sinnvoll sein, wenn das betroffene Gelenk vor der OP bereits geschwächt ist oder eine Schonhaltung das Bewegungsmuster verändert hat. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob ein gezielter Vorbereitungsblock einen klinischen Mehrwert bringt, oder ob die Postoperative Physiotherapie der bessere Ansatzpunkt ist.
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